Die großen Arkana am Baum des Lebens

So wie die kleinen Arkana auf den Sephiroth angeordnet werden können, lassen sich auch die großen Arkana am Baum verorten. Sie besetzen zusammen mit den 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets die 22 Pfade, die die Sephiroth miteinander vernetzen. (Grafik) Jedem der Pfade 11 – 32 ist ein hebräischer Buchstabe zugeordnet, beginnend mit dem Aleph auf Pfad 11. (Grafik)

Mit der Position, die eine Karte zwischen 2 bestimmten Sephiroth einnimmt, lässt sich ihr ohnehin schon reichhaltiges Bedeutungsspektrum noch erweitern. Rachel Pollack gibt in ihrem Buch „Der Kabbala-Baum“ Hinweise auf die Bedeutung der Karten am Baum in Verbindung mit den hebräischen Buchstaben. Bislang stellt mich mein eigenes Wissen darüber noch nicht zufrieden. Ich denke, da gibt es noch viel nachzudenken und zu erforschen.

Welche Karte nun aber den Pfad 11 besetzen und damit die weitere Abfolge der Karten bestimmen soll, ist umstritten. Es ist natürlich der Narr, der uns diese Schwierigkeit bereitet. Steht er am Anfang oder steht er am Ende? Springt er – aus dem Ain Soph Aur kommend von Kether aus in den Baum hinein oder ist es sein Sprung von Jesod aus in die materielle Welt von Malkuth, mit dem er den Pfad 11 dem Magier überlässt? Man kann sich zwischen den beiden Möglichkeiten entscheiden und sich gleichzeitig für die andere Version offen halten. Ich habe mich dafür entschieden, den Narren auf Pfad 11 anzusiedeln, da mir seine weitreichende Symbolik dies nahe legt. Es gibt aber auch gut Argumente dafür, dem Magier Pfad 11 und dem Narren Pfad 32 zuzuweisen. So ist es mit dem Baum. Er lebt und seine Früchte bestehen nicht aus unumstößlichen Gewissheiten, sondern darin, uns tiefer auf die Geheimnisse der göttlichen Schöpfungsordnung und damit auf uns selbst einzulassen.

  • Meine Angebote
  • Zu meiner Arbeit
  • Über mich
  • Kontakt
  • Mein Blog
  • Impressum
  • Links
  • Kartenbilder: © Königsfurt-Urania Verlag, Krummwisch/Deutschland